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Es lohnt sich, die Sachen leicht zu nehmen – ohne sie sich zu einfach zu machen
Es gibt Sätze, die so unscheinbar daherkommen, dass man sie fast in einer Sprachnachricht überhört. Und dann bleibt man plötzlich hängen, weil man spürt: Da steckt mehr drin, als man auf den ersten Blick sieht. Dieser Satz gehört dazu: „Es lohnt sich, die Sachen leicht zu nehmen, ohne sie sich zu einfach zu machen.“ Vielleicht ist das sogar einer der Sätze, den wir heutzutage am dringendsten brauchen. Wir leben in einer Zeit, in der vieles gleichzeitig schwer und erstau
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8. Dez. 20253 Min. Lesezeit
Ein Abschied, der keiner sein will
Der letzte Morgen in Tel Aviv fühlte sich an wie der Moment nach einem Gewitter: Die Luft war klar, aber schwer. Die Sonne stand über dem Meer, als wäre hier alles normal – dabei hatte diese Woche unser Inneres so sehr durcheinandergebracht, dass „normal“ plötzlich ein Wort ohne Bedeutung war. 7:30 Uhr Frühstück, 8:00 Uhr Abschlussrunde, 9:30 Uhr Bus zum Flughafen. Ein Tag, der nach Routine klingt – und sich doch wie ein Finale anfühlte. Ein Frühstück zwischen zwei Welten
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21. Nov. 20258 Min. Lesezeit
Zwischen Stärke, Erinnerung und der Frage, wer wir sein wollen
Der fünfte Tag begann leiser. Nicht, weil weniger Programm anstand – sondern weil in mir weniger Worte übrig waren. Die Tage davor hatten Spuren hinterlassen, und trotzdem merkte ich beim Frühstück: Israel hat immer noch mehr zu erzählen, mehr zuzumuten, mehr zu offenbaren. World Jewish Sports Museum – Stärke in einer anderen Sprache Um 9:30 Uhr standen wir im World Jewish Sports Museum, dem einzigen seiner Art weltweit. Ein Museum, das nicht von Schmerz erzählt – sondern v
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20. Nov. 20254 Min. Lesezeit
Zwischen Asche, Hoffnung und der Erkenntnis, dass Leben immer weitergeht
Der vierte Tag begann mit einem Widerspruch, der in Israel fast alltäglich ist und trotzdem jedes Mal schmerzt: Draußen über Tel Aviv lag ein stiller, glitzernder Sommermorgen — drinnen im Hotelzimmer lag ein Tagesplan, der wusste, dass Schönheit und Schrecken in diesem Land immer nur eine Straße voneinander entfernt sind. Um 7 Uhr Frühstück. Obst, Eier, Meerblick — als wäre die Welt heil. Um 7:30 Uhr Lunchpakete, Bus, Mikrofon. Und dann wieder diese Stimme von Corinne Gold
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19. Nov. 202510 Min. Lesezeit
Zwischen dem Haus des Präsidenten, Bibliothek der Welt und der Tanz in den Tod
Der dritte Tag begann nicht mit dem offiziellen Programm, sondern mit einer Suche. Ich wollte in einen Morgengottesdienst an der Via Dolorosa, irgendwo zwischen der ersten und zweiten Station des Kreuzwegs. Es klang in meinem Kopf so logisch: Wenn man schon hier ist, dann muss man doch den Tag mit einem Gebet beginnen, mit einem Stück Liturgie, mit etwas, das diesen Ort innerlich sortiert. Nur: Ich habe die Kirche nicht gefunden. Enge Gassen, geschlossene Türen, Schilder, die
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18. Nov. 20258 Min. Lesezeit
Ein Tag, der Jerusalem in die Seele schreibt
Der zweite Tag begann früh, aber nicht schwer. Der Blick aus dem Fenster zeigte eine Stadt, die selbst im Morgenlicht wirkt, als sei sie gleichzeitig Jahrtausende alt und doch gerade erst erwacht. Beim Frühstück war die Stimmung leise, fast erwartungsvoll – als hätte jeder geahnt, dass dieser Tag etwas mit uns machen würde. Die erste Station war das Tower of David Museum . Ein Ort, der eigentlich ein ganzes Buch ist: Steine, die römische, byzantinische, osmanische Fingerabdrü
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17. Nov. 202510 Min. Lesezeit
Ankunft in einem Land, das sich sofort unter die Haut schreibt
TAG 1 der Delegationsfahrt nach Israel Manchmal beginnt eine Reise nicht am Flughafen. Manchmal beginnt sie mit einem einzigen Satz. Wir hatten gerade unsere Plätze eingenommen, das Flugzeug brummte leise, ein paar Menschen klappten ihre Laptops auf, jemand suchte in der Tasche nach Kopfhörern. Und dann trat der israelische Botschafter in die Kabine. Kein Protokoll, keine große Kulisse – nur ein Mann, der wusste, was diese Reise bedeutete. Er sah uns an und sagte: „Ihr seid d
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16. Nov. 20253 Min. Lesezeit
Das leise Wunder, das wir nicht sehen wollen
Es klingt unbequem, aber: Uns fehlt nicht der Grund zum Optimismus – uns fehlt der Leichtsinn, ihn überhaupt zuzulassen. Wir reden uns ein, die Lage im Land sei „so schlecht wie noch nie“. Doch dieses Gefühl liegt nicht an der Realität, sondern an unserem Mut, vergangene Erfolge ehrlich zu betrachten – und zwar mit einem echten Blick, kein nostalgisch weichgezeichneter. Damals wurde unfassbar viel gearbeitet. Menschen haben sich sprichwörtlich kaputtgeschuftet. Arbeitszeite
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16. Nov. 20252 Min. Lesezeit
Die drei Finger
Was Missgunst, Empörung und falsches Verstehen über uns selbst verraten Wenn man mit dem Finger auf jemanden zeigt, zeigen drei Finger auf einen selbst. Dieser Satz klingt nach Grundschule – und ist doch die ehrlichste Selbstdiagnose unserer Zeit. Wir zeigen viel. Auf Politiker, auf Künstler, auf Nachbarn, auf Fremde im Netz. Wir zeigen, urteilen, bewerten. Und merken nicht, dass wir in jedem Zeigen ein Stück von uns selbst offenbaren. Denn Missgunst spricht selten über
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12. Okt. 20252 Min. Lesezeit
Das absichtliche Missverstehen
Über die neue Lust am Skandal und das leise Verschwinden des Verstehens Wir leben in einer Zeit, in der spitze Zungen und scharfer Verstand zusammentreffen – und plötzlich die Frage über allem steht: Was darf man heute noch sagen? Wäre es nicht klüger, wir stellten eine andere: Wie darf ich das verstehen? Das absichtliche Missverstehen ist zur Währung geworden. Nicht das Missverständnis als Unfall, sondern als algorithmus-gedüngtes Hobby – mit Absicht. Eine Zeit, in der
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11. Okt. 20252 Min. Lesezeit
Der verschwommene Rand des Smartphones
Ein Beitrag über Nähe, Vergleiche und verlorene Gespräche Es war einmal… das echte Leben – In Straßenbahnen, auf Parkbänken, an Küchentischen wurde noch gestritten, geschwiegen, gelesen, gelacht. Heute wischen wir. Scrollen. Liken. Tippen uns durchs Leben – und verlieren dabei den Blick für das, was außerhalb des Displays passiert. Wir leben in einer Welt, in der man mit einem Daumen alles machen kann – außer echte Nähe. Wo Kommunikation zur Push-Nachricht, Diskussion zur K
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15. Sept. 20252 Min. Lesezeit


Ein Jahr voller Abschiede, Erkenntnisse und neuer Wege
Ein Jahr voller Kontraste liegt hinter mir – ein Jahr, das mich lehrte, dass Abschied nicht immer Verlust bedeutet, sondern manchmal auch...
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31. Dez. 20245 Min. Lesezeit
Die Welt ist nicht schlechter geworden – wir sehen es nur anders
Schlechte Nachrichten scheinen heute allgegenwärtig: Terroranschläge, Kriege, Katastrophen. Doch ist die Welt wirklich schlechter...
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20. Dez. 20242 Min. Lesezeit
Weihnachten: Mehr als Licht, mehr als Tradition – ein Fest für uns alle
„Weihnachten – das Fest der Christen? Das Fest des Lichts? Oder das Fest der Gemeinschaft?“ Es ist eine Frage, die provoziert und...
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20. Dez. 20242 Min. Lesezeit
Zwischen égalité, Egallität und Elite
Die bürgerliche Gesellschaft entschied sich zu Zeiten der Reformation und Revolution für „égalité“. Sozialer Aufstieg, der zuvor undenkbar war, wurde möglich. Doch in einer Gesellschaft, in der theoretisch jeder aufsteigen kann, erreichen es nur wenige. Volker Pispers sagte: „In einer kapitalistischen Gesellschaft kann jeder reich werden, aber nicht alle.“ Im Vergleich zu vor 200 Jahren geht es uns heute besser. Doch mit dem gestiegenen Wohlstand sind auch die Erwartungen gew
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28. Nov. 20242 Min. Lesezeit
Kindergartenspiele im Erwachsenenkostüm – Wenn der Fokus verloren geht
Manchmal fragt man sich: Hätte man das nicht kommen sehen müssen? Was sich über lange Zeit angebahnt hat, ist nun eingetreten – und es...
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26. Sept. 20242 Min. Lesezeit
Weißt du noch?
Diese Augenblicke, die sich für immer festsetzen und nie ganz verblassen. Seltsam, wie sich manche Dinge in der Erinnerung so viel...
christophmatthes86
15. Sept. 20242 Min. Lesezeit
Streit für die Sache – Nicht fürs Ego
Es gibt diese Menschen, die unbedingt mit dem Kopf durch die Wand wollen – ohne zu wissen, was sie auf der anderen Seite überhaupt wollen. Und dann gibt es diejenigen, die Streit um jeden Preis vermeiden, in der Hoffnung, dass sich alles von selbst regelt. Beides bringt uns nicht weiter, oder? Streit gehört zum Leben dazu, und das ist auch gut so. Der Trick dabei ist nur, richtig zu streiten – nämlich für die Sache und nicht fürs Ego. Denn sobald es nur noch darum geht, wer „
christophmatthes86
10. Sept. 20242 Min. Lesezeit
Raus aus der Opferrolle: Übernimm Verantwortung
Es gibt in unserer Gesellschaft eine fast schon sportliche Disziplin, die wir alle irgendwie ganz gut beherrschen: das Jammern. Egal ob...
christophmatthes86
8. Sept. 20242 Min. Lesezeit
Verfälschte Farbspiele: Zeit für Vernunft, Verantwortung und ein bisschen Humor
Die Landtagswahl in Thüringen ist vorbei, und alle reden über die knapp 400.000 Stimmen, die unserem bunten Freistaat eine dominante...
christophmatthes86
2. Sept. 20242 Min. Lesezeit
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